Praxisleitfaden
Kostenloses Webhosting: 10 Punkte, die du vor der Wahl prüfen solltest
Kostenloses Webhosting reicht für ein Portfolio, eine Vereinsseite oder ein erstes Projekt oft völlig aus. Die Angebote unterscheiden sich aber stark: bei Werbung, Technik, Adresse und den Kosten, sobald du mehr brauchst. Mit diesen zehn Punkten schätzt du ein Angebot in wenigen Minuten ein.
1. Wie finanziert sich das Gratis-Angebot?
Kein Anbieter betreibt Server ohne Kosten. Typisch sind drei Modelle: Werbung, die auf deiner Website erscheint; ein dauerhaft kostenloser Einstieg, bei dem größere Tarife bezahlt werden; oder ein Probezeitraum, nach dem das Paket kostenpflichtig wird. Prüfe deshalb zuerst, ob das Angebot dauerhaft kostenlos ist oder nur für einige Wochen oder das erste Jahr gilt.
2. Werbung, Banner und Fremdlinks
Manche Gratis-Hoster blenden Banner, Pop-ups oder Links im Seitenfuß ein. Das wirkt auf Besucher unprofessionell und lenkt sie von deinen Inhalten ab. Sieh dir eine Beispielseite des Anbieters an und lies in den Bedingungen nach, ob er Inhalte in deine Website einfügen darf.
3. Speicher, Traffic und Leistungsgrenzen
Für eine einfache Website genügen wenige Gigabyte, Fotos und Videos brauchen deutlich mehr. Achte neben Speicher und Traffic auf weniger sichtbare Grenzen: Rechenzeit, Arbeitsspeicher für PHP, die maximale Dateigröße beim Upload oder eine Höchstzahl an Dateien. Diese Werte entscheiden, ob ein WordPress-Blog mit vielen Bildern reibungslos läuft.
4. Adresse: Subdomain oder eigene Domain
Kostenlos ist in der Regel eine Subdomain wie deinname.anbieter.de. Eine eigene Endung wie .de oder .com kostet jährliche Gebühren. Wird eine „kostenlose Domain“ versprochen, ist sie meist an einen bezahlten Vertrag gebunden oder nur im ersten Jahr gratis. Kläre außerdem, ob du später eine eigene Domain mit demselben Webspace nutzen kannst. Mehr dazu auf der Seite Kostenlose Domain.
5. Technik: PHP, Datenbank und HTTPS
Für dynamische Websites brauchst du eine aktuelle PHP-Version und eine MySQL-kompatible Datenbank. WordPress empfiehlt derzeit PHP 8.3 oder neuer sowie MySQL 8.0 oder MariaDB 10.6 oder neuer. HTTPS sollte automatisch eingerichtet und verlängert werden. Ohne gültiges Zertifikat warnen Browser deine Besucher.
6. Upload, Verwaltung und Sicherungen
Prüfe, wie deine Dateien auf den Server kommen: per Dateimanager im Browser, per FTP oder SFTP oder über einen Installer für Anwendungen wie WordPress. Wichtig sind außerdem Sicherungen, die du selbst erstellen und zurückspielen kannst, sowie Cronjobs für wiederkehrende Aufgaben.
7. Laufzeit, Inaktivität und Kündigung
Einige Gratis-Angebote deaktivieren Websites, die eine Zeit lang nicht besucht oder bearbeitet wurden, oder verlangen eine regelmäßige Bestätigung. Lies in den Bedingungen nach, wann ein Konto gelöscht werden kann, und sichere deine Website regelmäßig selbst.
8. Datenschutz, Standort und Anbieter
Ein Impressum zeigt dir, wer hinter dem Angebot steht und wie du ihn erreichst. Für Websites, die personenbezogene Daten verarbeiten, etwa über ein Kontaktformular, sind Serverstandort und Datenschutzhinweise des Anbieters wichtig. Nutzt du das Hosting geschäftlich, prüfe, ob du mit dem Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung brauchst.
9. Upgrade-Pfad und spätere Kosten
Wächst dein Projekt, brauchst du mehr Speicher oder Funktionen. Vergleiche, was der nächste Tarif kostet, ob er monatlich kündbar ist und ob Verlängerungen teurer werden als der Einstieg. Ein guter Gratis-Tarif lässt sich ohne Umzug erweitern: Website und Adresse bleiben, nur die Grenzen steigen.
10. Hilfe und Dokumentation
Auch im Gratis-Tarif solltest du wissen, wie du bei Problemen Hilfe bekommst: über ein Kontaktformular, per E-Mail oder über eine Dokumentation. Prüfe, ob die Anleitungen in einer Sprache vorliegen, die du gut verstehst.
Die Checkliste zum Abhaken
- Dauerhaft kostenlos statt Probezeitraum
- Keine Werbung und keine Fremdlinks auf deiner Website
- Genug Speicher und Traffic für Bilder und Besucher
- Aktuelles PHP, MySQL-kompatible Datenbank und automatisches HTTPS
- Kostenlose Adresse und die Möglichkeit, später eine eigene Domain zu nutzen
- Bequemer Upload und Installer für WordPress
- Sicherungen, die du selbst erstellen und wiederherstellen kannst
- Klare Regeln zu Inaktivität und Löschung
- Impressum, Serverstandort und Datenschutzhinweise
- Faire Preise für den nächsten Tarif ohne Mindestlaufzeit
So schneidet LXI Free bei diesen Punkten ab
| Punkt | LXI Free |
|---|---|
| Modell | Dauerhaft kostenlos, größere Tarife sind kostenpflichtig |
| Werbung | Keine Werbung und keine Fremdlinks auf deiner Website |
| Speicher und Traffic | 5 GB Webspace, unbegrenzter Traffic |
| Adresse | Bis zu 5 kostenlose Adressen unter lxi.be, eigene Domains bei LXI registrierbar, Hosting dafür inklusive |
| Technik | PHP 8.3, MariaDB 10.11, automatisches HTTPS |
| Upload und Verwaltung | Dateimanager im Browser, Installer für WordPress und ClassicPress, Sicherungen, Cronjobs. FTP und SFTP sind noch nicht freigeschaltet |
| Datenschutz | Server in der EU, Anbieter Henley Franc UG (haftungsbeschränkt) in München |
| Upgrade | Pro mit 50 GB für 9,99 € im Monat, monatlich kündbar |
Alle Details findest du auf der Seite Kostenloses Webhosting. Domains anderer Anbieter lassen sich derzeit noch nicht verbinden; registrierst du deine Domain bei LXI, zahlst du nur die Domain.